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Einsatz 01.07.2011, Feu12 Ellerbek Drucken

 Waldhofstraße, Ellerbek:

01-s1051947ba.jpg 02:38: Mit dem Einsatzstichwort "FeuK: Flagentwiet; zwischen AKN-Bhf und Grenze SH, Rauch und Feuerschein nach Knall..." wurde die FF Schnelsen zu einem"Kleinfeuer" alarmiert.

Bei der Anfahrt und der näheren Erkundung erwies sich das vermeintliche Kleinfeuer als kapitales Großfeuer im Bereich Ellerbek und somit auf Gebiet von Schleswig-Holstein. Und da zunächst kein Hilfeersuchen zur Nachbarschaftshilfe seitens der "Feuerwehrleitstelle West" im Landkreis Pinneberg vorlag, mußte die Wehr mit beiden Fahrzeugen wieder einrücken.

 

02-s1051949ba.jpg Erst 50 Minuten später, um 03:28, wurde die Wehr dann zur Nachbarschaftshilfe nach Ellerbek beordert mit dem Alarmstichwort: "Feu7; 2 Lagerhallen brennen, Anforderung von "Leitstelle West". Auf der Anfahrt kam über Funk die Anordnung, sich bei der Katastrophenstab-Leitstelle "Kater-Pinneberg 2"auf Pinneberger Feuerwehr-Kanal anzumelden.

Nach der Anmeldung erfolgte die Zuweisung in den Brandabschnitt 3, unter Führung der Feuerwehr Böningstedt, auf der Rückseite des Geländes im Bereich der Straße Regentstraße, bei Fa. Wolf.

 

04-s1051961ba.jpg Der Wehrführer Bönningstedt gab der Wehr den Befehl zusammen mit dem anrückenden BF-Zug 15 ein Löschangriff über Drehleiter und B-Rohr zum Schutz der angrenzenden Hallen vorzunehmen. Die Wasserversorgung sollte unabhängig der bereits vorhandenen Wasserversorgung aufgebaut werden.

In Absprache mit Zugführer 15 erfolgte eine Aufstellung der Drehleiter und des LF-Schnelsen1 im Innenhof der Fa. Wolf und der Aufbau eines zusätzlichen B-Rohres, neben dem Wenderohr der DL.

 

Der mitalarmierte B-Dienst (ein höherer Beamter der Stadt Hamburg) rief den  Gruppenführer der Wehr über Digital-Einsatzstellenfunk zur weiteren Koordination zu sich. Damit übernahm der Gruppenführer von Schnelsen1 die Funktion des Zugführers-FF Schnelsen, übergab sein Fahrzeug an den Melder-Schnelsen 1 und begab sich zur weiteren Lagebesprechung zur Gesamteinsatzleitung auf die Vorderseite des Brandobjekts.

Zwischenzeitlich wurde die Klassifizierung auf Feu12 hochgesetzt, und somit die damit höchste Feueralarmierung, die es jemals im Landkreis Pinneberg gegeben hat. (Zum Vergleich: Das Feuer in Bönningstedt im Januar 2011 lag bei Feu7.) Noch immer bestand die Gefahr der Feuerausweitung, in den Einsatzabschnitten war die ansteigende Hitze deutlich zu spüren. So wurde durch die Einsatzleitung über Funk auch im Einsatzverlauf vor explodierten Salzsäurefässern gewarnt. Aber wegen der enormen Thermik wurden die Schadstoffe in die Höhe gerissen und stellten keine Gefahr für die eingesetzten Feuerwehrleute. 

7-abschnitt_schnls-15.jpg Im Verlauf der Lagebesprechung wurde entschieden eine unabhängige Wasserversorgung aus den Rückhaltebecken am Flagentwiet (Landesgrenze) aufzubauen. LF Schnelsen2 fuhr daraufhin an das Rückhaltebecken und baute mit Unterstützung der zusätzlich angeforderten FF Francoop eine Wasserversorgung über rund 1km Länge auf.

Es gelang der BF-Stellingen und der FF Schnelsen 2 Lagerhallen, unter anderem die der Fa. Wolf, durch einen Wasserriegel zu schützen, sodass an beiden Hallen nur leichter Rußschaden entstand. Im Verlauf des Einsatzes wurde mit Hilfe eines Radladers ein Zaun heruntergerissen und die Wand der bereits zerstörten Halle eingerissen, um weitere Löschmaßnahmen vorzunehmen.

Die Wehr wurde gegen 07:30 Uhr aus der Löschhilfe entlassen, die vorhandenen Glutnester sollten durch den Landkreis Pinneberg selbst bearbeitet werden. Die Tragkraftspritze am Flagentwiet wurde mitgenommen, die Schläuche aber zur ev. weiteren Verwendung an Rückhaltebecken und Straße belassen.

Um 07:50 erfolgte die Einmeldung am Feuerwehrhaus. LF1 wurde voll bestückt einsatzbereit gemacht, LF2 verblieb bis auf weiteres ohne B-Schläuche und Verteiler. Im Laufe des Tages wurden 65 B-Schläuche von einem Fahrzeug aus Pinneberg zur Berufsfeuerwache 15 nach Stellingen gebracht und von dort weiter zur technischen Abteilung F03. Die 15 fehlenden B-Schläuche von LF2 wurden am darauffolgenden Montag mit Unterstützung der JF-Schnelsen vom Feuerwehrhaus FF Ellerbek abgeholt und im LF2 verladen.

Gesamtlage:

7a-gesamtlage.jpg

Abschnitt 1:

Waldhofstraße 1: 1.Auffahrt, schützen der Halle 1 und Halle 5, Brandbekämpfung Halle 3 + 4; FF Halstenbek, FF Pinneberg, später FF Quickborn

Abschnitt 2:

Waldhofstraße 2: 2. Auffahrt, schützen Halle 1, Brandbekämpfung Hall2; FF Pinneberg, FF Ellerbek, später FF Uetersen

Abschnitt 3:

Regentstraße, Fa. Wolf: schützen der Nachbarhallen rechts und vor Halle 4, FF Bönningstedt, FF Rellingen, FF Egenbüttel, FF-HH Schnelsen, BF-HH Stellingen, FF-HH Francoop, sowei weitere nachrückende Kräfte. Zusätzlicher Aufbau einer Wasserversorgung über offenes Gewässer zur Einsatzstelle.

 

Die Hallen 1 (mit Bürogebäude) und 5, sowie die Halle rechts neben Halle 4 und die Halle der Fa. Wolf vor Halle 4 konnten mit Wasserriegelstellungen erfolgreich gehalten werden.

 

 

 

 

 (Bericht: Edgar K., u.A. Quelle Michael B.; Bilder: 01-04, 7, 8 Edgar K.; 1-3 Heiner Lahmann; 4-6 Sascha R.)

 

  Video vom Eintreffen am Brandabschnitt:

 


 

Nachfolgend, Pressemitteilung des Kreisverband Pinneberg und der FF Ellerbek. 

 

Pressemappe Kreisfeuerwehrverband Pinneberg:

Pinneberg (ots) - 2:34 Es brennt eine Lagerhalle eines Holzverarbeitenden Betriebes in voller Ausdehnung. Sieben Feuerwehren aus dem Kreis Pinneberg sind vor Ort. Unterstützt werden Sie durch Kräfte vom Kreisfeuerwehrverband Pinneberg und Einem Drehleiterzug aus Hamburg 03:31 Rückmeldung es brennen zwei Lagerhallen ein weiteres Gebäude wurde gehalten.

Es wird ausführlich nachberichtet.

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Pinneberg (ots) - Alarm 02:34Uhr FEU G Waldhofstraße 14 in Ellerbek Ellerbek: Großfeuer in Holzhandlung Datum: Freitag, 1. Juli 2011, 2.34 Uhr

Ellerbek - Bei einem Großfeuer in einer Holzhandlung in Ellerbek ist ein Millionenschaden entstanden. Auf dem weitläufigen Gelände sind drei von fünf Hallen unterschiedlicher Größe runtergebrannt. Außerdem ist eine weitere Halle außerhalb dieses Geländes betroffen. Mehr als 200 Kräfte aus zahlreichen Feuerwehren des Kreises Pinneberg sowie aus Hamburg sind im Einsatz. Die Feuerwehr bemüht sich, die bisher nicht betroffenen Halle zu halten. In der Halle sind Holzzäune sowie Plastikfolien zur Verpackung gelagert. Außerdem gibt es große Freilagerflächen. Das Gelände ist etwa 100 mal 70 Meter groß.

Für die Wasserversorgung wurden außer dem Hydrantennetz mehrere offene Wasserstellen wie Teiche und Regenrückhaltebecken angezapft. Dazu mussten umfangreiche Schlauchleitungen verlegt werden.

Der ABC-Dienst des Kreises Pinneberg nimmt derzeit Messungen des Brandrauches vor. Dieser zog in der ersten Phase ungehindert nach oben. Im Laufe des Einsatzes senkte diese sich ab. Die Polizei unternimmt Lautsprecherdurchsagen in angrenzenden Wohngebieten. Außerdem wurden Rundfunkdurchsagen veranlasst und die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Einsatz wird noch mehrere Stunden andauern.

Es wird unaufgefordert nachberichtet.

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Pinneberg (ots) - Datum: Freitag, 1. Juli 2011, 2.43 - Nachtrag Stand 9.00 Uhr Einsatzort: Ellerbek, Waldhofstraße Ellerbek -

Beim dem Großfeuer einer Holzhandlung in Ellerbek sind die offenen Flammen mittlerweile gelöscht. Derzeit laufen die Nachlöscharbeiten. Die ersten Kräfte werden aus dem Einsatz entlassen. Die vorläufige Bilanz des schweißtreibenden Einsatzes: Zwei Gebäude, darunter die Haupthalle mit Bürotrakt, konnten gehalten werden. Drei Hallen, in denen Gartenzäune und Palisaden aus Holz lagerten, brannten komplett runter.

Wegen der hohen Hitzeentwicklung war die Gefahr des Übergreifens sehr groß gewesen. Mit Gabelstaplern wurden auf Paletten gestapelte Zäune weggefahren. Eine Halle eines Bauunternehmens konnten ebenso gehalten werden; sie war ursprünglich als Verlust gemeldet worden. Damit ist das erreicht worden, was möglich war.

Für die Nachlöscharbeiten werden Radlader und Bagger mit eingesetzt. Die Wasserversorgung wurde sowohl aus dem Hydrantennetz als auch aus verschiedenen offenen Wasserstellen sicher gestellt. Dafür mussten mehrere Kilometer Schlauch verlegt werden.

Der ABC-Dienst Kreis Pinneberg hat die Rauchwolke mehrfach nach Giftstoffen untersucht. Außer den üblichen Brandgasen wurden keine außergewöhnlichen Stoffe in erhöhter Konzentration festgestellt. Dennoch wurde die Bevölkerung im Umkreis aufgefordert, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten wurden zu einem großen Teil unter Atemschutz vorgenommen.

Der Schlauchwagen des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg brachte im Pendelverkehr neue Atemluftflaschen und Schlauchmaterial von der Kreisfeuerwehrzentrale nach Ellerbek. Während der Löscharbeiten kam es im Bereich Ellerbek zu Verkehrsbehinderungen. Die Pinneberger Straße musste zeitweise voll gesperrt werden, weil dort Schläuche verlegt wurden.

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Alarmierungen: (Quelle: FF Ellerbek)

2:32 Uhr - FF Ellerbek (Vollalarm mit DRK Ellerbek)
2:37 Uhr - FF Bönningstedt (Vollalarm)
2:38 Uhr - FF Schnelsen (zunächst Klein-Alarm) "Flagentwiet: Rauch und Feuerschein nach Knall" (Quelle: FF Schnelsen)
2:42 Uhr - FF Egenbüttel (Vollalarm)
2:58 Uhr - FF Halstenbek (Drehleiter-Zug)
3:10 Uhr - IUK-TEL des KFV-Pinneberg
3:14 Uhr - FF Pinneberg
3:25 Uhr - FF Rellingen
3:28 Uhr - BF HH-Stellingen (Quelle: FF Schnelsen)
3:28 Uhr - FF HH-Schnelsen (Quelle: FF Schnelsen)
4:05 Uhr - LZG Pinneberg
4:06 Uhr - FF Rellingen (Vollalarm)
4:18 Uhr - FF Halstenbek (Vollalarm)
4:42 Uhr - FF Quickborn
5:16 Uhr - FF Uetersen
5:22 Uhr - FF Prisdorf
5:22 Uhr - FF Borstel-Hohenraden
9:57 Uhr - FF Hasloh (Vollalarm)
11:21 Uhr - SOA Atemschutz Moorrege

Desweiteren ohne Alarmzeiten: (Quelle: FF Bönningstedt)

FF Moorrege
THW Pinneberg

FF HH-Francoop
FF HH-Stellingen
FF HH-Lobrügge
FF HH-Bergedorf

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Weitere Berichte und Links:

FF Ellerbek: Ortswehr mit einem eigenen Bericht.

FF Bönningstedt: Nächste Nachbarwehr.

Kreisfeuerwehrverband Pinneberg: Sehr interessant, mit Auflistung aller Einheiten.

Freiwillige Feuerwehr Hamburg: Kleiner Bericht mit guten Einsatzbildern von Heiner Lahmann.

Florian Zusa: " Feuerwehr im Radio" mit einem kleinen Bericht über die Unterstützung der Hamburger Kräfte.

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