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Einsatz 27.01.2012, 18:32
Oldesloer Str., Frohmestraße:
Gerade vom Einsatz Burgwedel zum Feuerwehrhaus zurückgekehrt und in die Remise gefahren, rief die FEZ erneut die Wehr und alarmierte sie zur PKW-Bergung nach Verkehrsunfall zur Kreuzung Oldesloer Str / Frohmestr.
Dor war es zu einer Kollision zwischen 2 PKWs gekommen bei dem 2 Personen verletzt wurden und mit RTW ins Krankenhaus gebracht wurden. Die FF Schnelsen barg beide Fahrzeug von der Kreuzung auf die Gehwege und klemmte die Batterie eines Fahrzeuges ab.
Nach rund 30 Minuten konnte der Einsatz beendet werden und die Wehr rückte endlich nach rund 4 1/2 Stunden ein ins Feuerwehrhaus. Es war damit der 4. Einsatz an diesem Tag mit einer Gesamtdauer von rund 5 Stunden. Recht ordentlich für eine Freiwillige Feuerwehr an einem ganz normalen Werktag!
Während die FF Schnelsen nach HH-Stellingen zum FEU3R alarmiert wurde, kam es wenig später im eigenen Einsatzgebiet zu einem Feuer im Dachbereich eines Mehrfamilienhauses. Da die FF Schnelsen im anderen Einsatz erstmal gebunden war, wurde die Nachbarwehr aus Niendorf alarmiert.
Der Wehrführer Niendorf stellte eine Brandausweitung auf den gesamten Dachstuhl fest und gab dies an die Einsatzzentrale weiter, woraufhin diese auf Feuer2 erhöhte. Zu diesem Zeitpunkt war die Einsatzsituation in HH-Stellingen beim Feuer im Hochhaus entspannt, sodass die FF Schnelsen dem Feuer2 zugeordnet werden konnte.
Als Löschzug von der Berufsfeuerwehr wurde F23 aus Barmbek sowie ein Mischzug aus den Wachen Osdorf, Alsterdorf und Altonamitalarmiert. Da viele Einsatzkräfte aus dem Bereich Eimsbüttel beim FEU3R im Nienredder gebunden waren, wurde die FF Langenhorn-Nord als weitere FF dem Einsatz zugeordnet.
Insgesamt wurden 2C im Innenangriff und 2C im Außenangriff eingesetzt. Aufgrund der Brandnester im Dachstuhlbereich wurde das Dach aufgenommen und mit einer Wärmebildkamera auf weitere Brandnester untersucht. Im späteren Einsatzverlauf wurde im rückwärtigen Einsatzabschnitt ausreichend Beleuchtung zur Einsatzausleuchtung aufgebaut.
Ursache scheint ein Feuer auf einem Balkon auf der Rückseite des Gebäudes zu sein, dass sich dann in den Dachstuhl ausgeweitet hat. (EdgarK/DennisF)
Am Freitag gegen 14:58 Uhr wurde die FF Schnelsen zu einem Feuer mit der Schadensart FEU3R nach Hamburg-Stellingen alarmiert. Dort kam es zu einem Feuer in einem 8-geschossigen Hochhaus, wo im 1. OG eine Wohnung in voller Ausdehnung brannte. Durch das Zerplatzen der Wohnungsscheibe, kam es zu einem Flammenüberschlag in die darüber liegenden Wohnungen.
Da die Wohnungstür geöffnet war, kam es zu einer starken Rauchentwicklung im Gebäude, wodurch das komplette Treppenhaus bis zum obersten Stockwerk komplett unbegehbar war. Die Anwohner standen auf ihren Balkonen und versuchten sich vor dem dichten und gefährlichen Rauch zu schützen. Aufgrund der Lage wurde von Feuer auf FeuerY (Feuer Menschenleben in Gefahr) und wenig später auf Feuer3R (Feuer 3. Alarm mit Großeinsatz Rettungsdienst, aufgrund der vielen Anwohner in den Wohnungen) erhöht. Es kam zu einem Großeinsatz der Feuerwehr Hamburg.
Nun ging es darum die Anwohner so schnell wie möglich aus den Wohnungen zu retten und den Brand im 1. OG zu löschen. Dazu wurden mehrere Steckleitern und zwei Drehleiterfahrzeuge zur Menschenrettung eingesetzt. Anwohner in höheren Wohnungen, wurden von der Feuerwehr über das verrauchte Treppenhaus mit Hilfe von Fluchthauben gerettet. Die Anwohner wurden über ein Megafon aufgerufen sich ruhig zu verhalten. Jeder Anwohner wurde von einem Notarzt an der Einsatzstelle untersucht und ggf. mit einem Rettungswagen in anliegende Krankenhäuser befördert.
Insgesamt wurden 42 Anwohner aus ihren Wohnungen gerettet. Die Brandbekämpfung wurde mit 1 C im Innenangriff und 1 C im Außenangriff vorgenommen. Insgesamt kamen über 20 Atemschutztrupps zum Einsatz.
Mit eingesetzt waren die FF Lokstedt, FF Eidelstedt, FF Altona, FF Ottensen-Bahrenfeld, Bereichsführer Eimsbüttel, diverse Löschzüge der Berufsfeuerwehr, sowie Führungsdienste der BF und viele weitere Einsatzkräfte mit Sonderkomponente.
Nachdem alle Anwohner aus dem Wohnhaus gerettet waren und das Feuer in der Wohnung bekämpft war, ging es für die FF Schnelsen über einen Funkalarm zu einer weiteren Feuermeldung, Feu2, in unserem eigenen Einsatzgebiet. (DennisF)
Feuer6; Nartenstraße, Harburg: Brennt Lagerhalle 30x100m in ganzer Ausdehnung
Und wieder wurde die FF Schnelsen neben vielen anderen Feuerwehren der Stadt zu einem Großbrand gerufen. Mit dem Einsatzkürzel "Feu6" (Feuer 6. Alarm), einer der höchsten Alarmstufen für Feuer in der Hansestadt, wurde die Wehr um 22:29 Uhr zur Ablösung der Einsatzkräfte vor Ort alarmiert.
Nachdem sie sich mit weiteren Einheiten an der Berufsfeuerwache F31 in Harburg getroffen hatte, ging es zum Abschnitt Süd des Feuers zur Ablösung der FF-Bilstedt-Horn. Dort übernahm die Wehr die Wasserversorgung über insgesamt 4 B-Leitungen für Wasserwerfer, Drehleitern und einem eigenen B-Rohr. Im Verlauf des Einsatzes wurde ein Schaumangriff über Wasserwerfer und Schaumrohr vorgenommen.
Gegen 05:30 Uhr war das Feuer zunächst soweit herunterbekämpft, dass die Wehr abrücken konnte. Alle B-Schläuche und Strahlrohre wurden wegen der Verunreinigung durch Gummi und Kautschuk an der Einsatzstelle belassen.
Nachdem die Kameraden ihre verunreinigten Einsatzkleidungen gegen Ersatzkleidung eingetauscht hatten, ging es zunächst wieder nach Hause. Aber wegen der fehlenden Ausrüstung blieb die Wehr bis in die späten Nachmittagsstunden außer Dienst.
Erst gegen 16:00 Uhr ging die Wehr wieder in Dienst und wurde prompt gegen 16:30 zu einem kleinen Sturmeinsatz im Bereich Schnelsen alarmiert. Und dann im weiteren Tagesverlauf um 20:57 Uhr zur Suche einer Person im Rückhaltebecken Vielohweg. Hier war die Wehr rund 1 Stunde vor Ort in Bereitstellung. (Siehe Einsatzliste)
Ein Bild vom Tag danach, die Reste der abgebrannten Halle. In der Halle lagerten Kautschukmaterialien und Ölfässer. In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich eine große Tankstelle.
Es ist für die FF Schnelsen das 3. Großfeuer innerhalb eines Jahres, zu denen die Wehr hinzugerufen wurde. Eine deratige Häufigkeit von Großeinsätzen hat es in der Geschichte der Wehr noch nicht gegeben. Im Größenvergleich war das Feuer in Harburg zwar das Kleinste der 3 Einsätze, von der Gefahrenlage her aber durchaus eines der gefährlicheren Feuer.
Zum Vergleich:
Feuer Bönningstedt am 20.01.2011: Es brannte eine Halle; 91x130m = 12.200m²
Feuer Ellerbek am 01.07.2011: Es brannten 3 Lagerhallen; Gesamtfläche 7.300m²
Feuer Harburg am 02.01.2012: Es brannte eine Lagerhalle; 33x91m = 3.000m²
Auch in diesem Jahr stand die Einsatzabteilung der FF Schnelsen von 18:00 - 06:00 Uhr am Feuerwehrgerätehaus zur Silvesternacht in Bereitschaft. Aus der Erfahrung der letzten Jahre, ist das Einsatzaufkommen zur Silvesternacht immer sehr groß.
Die FF Schnelsen fuhr dabei unter den 87 Freiwilligen Feuerwehren in Hamburg die meisten Einsätze in der Silvesternacht. Das Jahr 2011 endete dieses Mal mit einer klassischen „Feuermeldung“. Dabei handelte es sich aber lediglich um eine versehentliche Alarmierung eines Pflegenotrufs.
Ansonsten brannten dieses Jahr wieder diverse Müllcontainer im gesamten Stadtteil Schnelsen, die mit Hilfe eines Schnellangriffes gelöscht wurden. Die FF Schnelsen fuhr aber in diesem Jahr nicht nur im eigenen Einsatzgebiet. Kurz nach Mittagnacht ging es für die Einsatzgruppe bei schweren Sichtverhältnissen nach Hamburg Niendorf zu zwei brennenden Müllcontainern. Die Niendorfer waren zeitgleich in Schnelsen und löschten dort brennende Container. Dies passiert, wenn zeitgleich mehrere Brandmeldungen beim Notruf 112 auflaufen und eine Wehr gerade durch einen aktuellen Einsatz gebunden ist.
Bei Sichtweiten unter 10 Metern war die Einsatzfahrt nur mit angepasster Geschwindigkeit möglich. Auf dem Weg zu den Einsatzorten feierten hunderte von Leuten an den Straßenränder und begrüßten die Löschfahrzeuge mit Gesängen und LaHola ins neue Jahr 2012. Insgesamt kam die FF Schnelsen auf 13 Feuermeldungen (12 x FEUklein, 1 x FEU) in der Silvesternacht.
Die FF Schnelsen wünscht Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute für das neue Jahr 2012.
Beim AKN-Übergang Süntelstraße wurde ein VW Golf Variant auf den Gleisen von einer AKN-Bahn gerammt, als er noch mit dem Heck auf den Gleisen stand, nachdem sich die Schranken geschlossen hatten. Beim Aufprall wurde der PKW in Richtung Halbschranke geschoben, die Fahrzeugkabine wurde von der Schranke durchbohrt, die drei Insassen jedoch nur leicht verletzt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Der VW-Fahrer war- entgegen der Verkehrsregeln - wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf den Bahnübergang gefahren. Als sich die Schranken schlossen, schaffte er es nicht mehr den Bahnübergang zu räumen.
Alle 3 Verletzten wurden durch RTW und NEF versorgt, die Fahrgäste der AKN aus dem Zug evakuiert. Der Bahnübergang war bis in die Nachtstunden behindert.
In der besten Rushourzeit am Morgen des 09.11.2011, gegen 07:41 Uhr kam es zu einer Alarmierung: "Feuer in einem unbewohntem Einzelhaus". Nach schwieriger Anfahrt zunächst in Privat-Pkws zum Feuerwehrhaus und dann durch die belebten Straßen mit dem Löschfahrzeug zum rund 1Km entferntem Einsatzort, war bereits auf der Anfahrt eine Rauchwolke zu erkenen. Beim Eintreffen schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl des 2 geschossigen Einzelhauses.
In Absprache mit der BF wurde die Brandbekämpfung im wesentlichen über ein Wenderohr der Drehleiter vorgenommen. Da nicht ganz klar war, ob sich eine Person im Gebäude befand, drangen 2 Angriffstrupps der BF auch in das Gebäude ein, um das Haus zu durchsuchen. Schnell konnte aber "Keine Person im Gebäude" gemeldet werden.
Die Wasserversorgung zu beiden Löschfahrzeugen der BF und Vorbereitung eines weiteren Angriffs von der Rückseite des Gebäudes, wurde von der FF Schnelsen aufgebaut und besetzt. So wurde auch ein Zugang auf der Rückseite über eine Terassentür vorbereitet.
Die Flammen konnten durch den massiven DL-Angriff dann relativ schnell gelöscht werden, die Nachlöscharbeiten wurden dann über 1C im Dachgeschoss durchgeführt. Dabei wurden große Teile der Dachfläche abgetragen. Nach rund 1 Stunde konnte die FF und das 2. Löschfahrzeug der BF aus dem Einsatz entlassen werden. DL und HLF1 verblieben für Nachlöscharbeiten weiter an der Einsatzstelle.
Bilder:
1 zeigt die Lage nach Feststellung, dass keine Person mehr im Gebäude ist. Es erfolgt zunächst ein massiver Angriff über DL.
2 zeigt den Aufgang zum Dachgeschoss und den bereits erheblichen Wasserschaden.
3 A-Trupp bereits im Dachgeschoss bei Nachlöscharbeiten.
4 Die Angriffslage. Rechts den Abschnitt der FF und die bereits geöffnete Terrassentür auf der Rückseite.
5 Teleaufnahme des zerstörten Daches mit intensiven Nachlöscharbeiten.
6 Die Gesamtlage und die Verkehrsproblematik in der Rushour an der Pinneberger Straße.
Gegen 02:00 Uhr bemerkte die Fahrerin eines Pkw-Kombis aus Richtung Flensburg kommend plötzlich Qualm an ihrem Fahrzeug. Sie verließ die Autobahn an der Anschlussstelle Schnelsen-Nord und wollte das Fahrzeug an der Oldesloer Straße abstellen. Leider tat sie das genau unter der Autobahnbrücke und konnte nur noch aus dem mittlerweile brennenden Fahrzeug flüchten.
Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte bereits die gesamte Front, die Flammen schlugen meterhoch gegen die Brücke und Brückendecke. Bei der Brandbekämpfung kam es dann zu einer starken Verqualmung, die sich aufgrund der Nebellage im gesamten Brückenbereich unter und über der Autobahn ausweitete. Daraufhin wurde die Oldesloer Straße und die Autobahn kurzfristig komplett gesperrt.
Nach rund 40 Minuten wurde "Feuer aus" gegeben und die Einsatzstelle der Polizei übergeben. Der Wagen hat nur noch Schrottwert, die Fahrerin blieb unverletzt.
Unter dem Alarmstichwort "Lenzen" rückte die Wehr am Sonntag um 10:39 zum Neubau eines Möbelhauses an der Holsteiner Chaussee in Eidelstedt aus.
Zusammen mit dem B-Dienst, U-Dienst und Kräfte der Technik und Umweltwache F32 wurde die Lage vor Ort erkundet und es stellte sich heraus, dass mehrere Keller des Gebäudes nach dem Befüllen der Sprinkleranlage bis zu 3m unter Wasser standen. Es bestand Gefahr der Überflutung der Trafo-Räume in den Kellern nebenan.
Nach Klärung der Gefahrenlage durch Fa. Vattenfall wurden zusammen mit Kräften der Technik und Umweltwache F32 3 Elektrotauchpumpen mit einer Lenzleistung von je 3.000L/Min in den Sprinklerkeller verbracht und rund 1.500m³ (1,5 Mio. Liter) in ein bereits zum Teil angelegtes Rückhaltebecken umgepumpt.
Die vorsorglich mitalarmierte FF Stellingen konnte den Einsatzort vorzeitig wieder verlassen.
Vor Ort waren: U-Dienst, 32 Wechsellader AB Schlauch; 32 Wechsellader AB Hafen, 32 Wechsellader AB Pumpe mit Anhänger Generator, B-Dienst West, FF Stellingen, FF Ottensen-Bahrenfeld (zur Versorgung) sowie 2 Mitarbeiter der BSU (Umweltbehörde).
Gegen Einsatzende hatte das LF2 noch einen kleinen Sondereinsatz zu fahren. Der Mitarbeiter der Umweltbehörde war auf der A7 zwischen Stellingen und Volkspark auf der linken Spur mit seinem Fahrzeug liegen geblieben. Zusammen mit dem BDI-West fuhr man auf die Autobahn, sperrte diese kurzerhand, nahm den VW-Bus auf den Haken und schleppte ihn zur VW-Werkstatt nach Bahrenfeld.
Insgesamt dauerte dieser Einsatz rund 6 Stunden, viel zu tun für die FF Schnelsen in der letzten Zeit.